Ungarn – jeden Morgen ein neues Abenteuer

Ungarn ist für uns eine dieser Reisen, bei denen man eigentlich nie genau weiß, was der nächste Tag bringen wird. Und genau das macht ihren besonderen Reiz aus.

Der Wecker klingelt früh. Sehr früh. Draußen liegt vielleicht noch Nebel über der Puszta, die ersten Vögel beginnen zu rufen und irgendwo am Horizont kündigt sich langsam die Sonne an. Während andere noch schlafen, sitzen wir bereits mit der Kamera bereit – denn gerade diese ersten Stunden des Tages gehören zu den schönsten.

Und dann heißt es: beobachten, warten, staunen.

Eine Reise voller Vielfalt

Natürlich stehen die Vögel im Mittelpunkt. Ungarn bietet dafür eine beeindruckende Bühne: Bienenfresser, Blauracken, Wiedehopfe, Greifvögel, Spechte, Reiher, Limikolen und zahlreiche Singvogelarten  können uns begegnen. An manchen Tagen ist bereits vor dem Frühstück mehr los als anderswo während einer ganzen Fototour.

Doch diese Reise ist weit mehr als reine Vogelfotografie.

Wer den Blick zwischendurch einmal vom Sucher löst, entdeckt plötzlich eine ganz andere Welt. Leuchtend grüne Smaragdeidechsen  sonnen sich am Wegesrand, Europäische Sumpfschildkröten tauchen zwischen Wasserpflanzen auf und über den Wiesen flattern unzählige  Schmetterlinge.

Dazu kommen Libellen, Amphibien, kleine Säugetiere und eine Pflanzenwelt, die gerade im Frühsommer viele Flächen in ein buntes Mosaik verwandelt. Wildblumen, Gräser, Feuchtgebiete, Sandflächen, Wälder und die offene Landschaft der Puszta  schaffen immer wieder völlig unterschiedliche Lebensräume – und damit ständig neue Motive.

Manchmal fahren wir mit einem ganz bestimmten Ziel los und kommen mit Bildern von etwas völlig anderem zurück.

Genau das ist Ungarn.

Früh aufstehen lohnt sich

Unsere Tage richten sich nicht nach klassischen Bürozeiten, sondern nach der Natur.

Das bedeutet auch: Wenn das beste Licht früh am Morgen wartet, dann sind wir früh unterwegs. Sehr früh. 😉

Doch spätestens wenn die Sonne über der Landschaft aufgeht, der erste Bienenfresser vor dem Ansitz landet oder plötzlich eine Blauracke im perfekten Licht sitzt, ist die Müdigkeit vergessen.

Wir nutzen verschiedene fotografische Möglichkeiten und Lebensräume und erleben dadurch während der Reise immer wieder völlig unterschiedliche Situationen. Mal verbringen wir intensive Stunden an einem Ansitz, mal beobachten wir Tiere an Gewässern, mal entdecken wir unterwegs spontan ein Motiv, mit dem niemand gerechnet hatte.

Und gerade diese kleinen Überraschungen zwischen den geplanten Highlights sind häufig diejenigen, an die man sich später besonders gerne erinnert.

Fotografieren – aber auch entdecken

Wir möchten auf dieser Reise nicht einfach eine Artenliste abhaken.

Wir möchten Ungarn erleben.

Dazu gehört, sich Zeit zu nehmen. Eine Smaragdeidechse einmal zehn Minuten länger zu beobachten. Einen Schmetterling im Gegenlicht zu fotografieren. Sich über eine unbekannte Blume zu freuen. Oder einfach für einen Moment die Kamera herunterzunehmen und zuzuschauen, wie die Landschaft langsam erwacht.

Denn Naturfotografie besteht nicht nur aus spektakulären Motiven.

Sie lebt vom Entdecken.

Und davon bietet diese Region unglaublich viel.

Zuhause in einer familiengeführten Lodge

Nach unseren Fototouren kehren wir in unsere familiengeführte Lodge zurück – und genau das passt perfekt zu dieser Reise.

Keine anonyme Hotelatmosphäre, sondern eine persönliche Unterkunft, in der man sich schnell willkommen fühlt. Hier kommen wir nach den gemeinsamen Erlebnissen wieder zusammen, essen, tauschen uns über den Tag aus, zeigen uns gegenseitig Bilder und spekulieren natürlich darüber, was uns am nächsten Morgen wohl erwarten könnte.

Diese familiäre Atmosphäre ist für uns ein wichtiger Teil der Reise.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, mit möglichst vielen guten Bildern nach Hause zu fahren.

Es geht um die gemeinsamen Morgenstunden im Hide. Um das erste Licht über der Puszta. Um unerwartete Begegnungen. Um das gemeinsame Lachen nach einem langen Tag. Und um dieses schöne Gefühl, eine Region nicht nur fotografiert, sondern wirklich erlebt zu haben.

Jeden Tag kann etwas Neues passieren

Vielleicht ist es die Blauracke im ersten Morgenlicht.

Vielleicht ein Bienenfresser direkt vor unserer Kamera.

Vielleicht eine Smaragdeidechse, die plötzlich zwischen den Pflanzen auftaucht.

Oder eine Sumpfschildkröte, ein Schmetterling oder eine Blume, deren Namen wir vorher noch nie gehört haben.

Ungarn lebt von seiner Vielfalt – und davon, dass die Natur jeden Tag ihr eigenes Programm schreibt.

Genau deshalb kommen wir gerne zurück.

Früh aufstehen. Draußen sein. Entdecken. Fotografieren. Staunen.

Und natürlich:

unterwegs mit Freunden.


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