Berlin Urban Wildlife

Füchse zwischen Spaziergängern, Waschbären über unseren Köpfen und Kraniche im ersten Morgenlicht – Berlin zeigt, wie nah Wildnis und Großstadt heute beieinanderliegen.

Berlin ist laut, voll, manchmal chaotisch – und überraschend wild.

Zwischen Wohnvierteln, alten Bäumen, Parks, Gewässern und weitläufigen Grünflächen haben sich Tiere Lebensräume geschaffen, die man mitten in einer Millionenstadt kaum erwarten würde. Nur wenige Kilometer weiter verändert sich das Bild erneut: Schilfgürtel, Teiche, Wiesen und Feuchtgebiete öffnen eine vollkommen andere Welt.

Genau dieser Gegensatz macht unsere Urban-Wildlife-Fotoreise nach Berlin so spannend.

Am Morgen stehen wir zwischen Vogelstimmen und Schilf. Am Abend beobachten wir vielleicht einen Fuchs, während nur wenige Meter entfernt Menschen ihren ganz normalen Alltag leben.

Füchse mitten in der Stadt

Der Rotfuchs ist vermutlich einer der faszinierendsten Bewohner des urbanen Berlins.

Manche Tiere haben gelernt, mit Menschen, Straßen und Parks zu leben. Sie bewegen sich erstaunlich selbstverständlich durch ihre Umgebung und ermöglichen dadurch völlig andere Bilder als bei klassischen Wildlife-Reisen.

Ein Fuchs auf einer Wiese, zwischen alten Bäumen oder vielleicht sogar vor Elementen der Großstadt – plötzlich erzählt ein Foto nicht mehr nur von einem Tier.

Es erzählt von Wildlife im Lebensraum Mensch.

Besonders spannend wird es, wenn mehrere Tiere miteinander spielen, raufen oder neugierig ihre Umgebung erkunden. Dann heißt es aufmerksam bleiben, Perspektive suchen und möglichst tief auf Augenhöhe fotografieren.

Waschbären – die heimlichen Berliner

Mindestens genauso spannend sind die Waschbären.

Sie sind hervorragende Kletterer, clever, neugierig und haben sich perfekt an urbane Lebensräume angepasst. Manchmal entdecken wir sie hoch oben in alten Bäumen, manchmal bewegen sie sich erstaunlich nah an uns vorbei.

Gerade diese Begegnungen sind fotografisch besonders reizvoll.

Denn plötzlich kann das 600-Millimeter-Tele fast zu lang sein.

Ein ungewöhnliches Problem bei einer Wildlife-Tour – aber definitiv eines, mit dem wir sehr gut leben können.

Wenn morgens eine andere Welt beginnt

Unser Berlin-Abenteuer spielt sich aber keineswegs nur innerhalb der Stadt ab.

Schon am frühen Morgen wechseln wir die Perspektive.

Dann stehen wir zwischen Wasserflächen, Wiesen und Schilf. Die Sonne steigt langsam über den Horizont, Nebel liegt vielleicht noch über dem Wasser und überall beginnt die Vogelwelt ihren Tag.

Drosselrohrsänger und Rohrschwirle lassen ihre Stimmen aus dem Schilf hören. Schwäne ziehen über das Wasser, Reiher suchen nach Nahrung und mit etwas Glück entdecken wir eine der kleinen Besonderheiten der Region.

Solche Morgen gehören zu den stillsten Momenten dieser Reise.

Und sie bilden einen wunderbaren Gegenpol zur Großstadt.

Eine erstaunliche Vogelwelt

Die Vielfalt rund um Berlin wird häufig unterschätzt.

Neben den bekannten Großstadtbewohnern bietet vor allem das Umland hervorragende Möglichkeiten für die Vogelfotografie.

Beutelmeisen, Kraniche, Rohrweihen, verschiedene Rohrsänger, Nachtigallen, Schwalben, Wasservögel und viele weitere Arten können uns während der Reise begegnen.

Dabei geht es nicht nur um klassische Porträts.

Ein Vogel im ersten Gegenlicht, eine Silhouette im Schilf oder Schwäne vor einem farbigen Morgenhimmel können mindestens genauso spannend sein.

Berlin Urban Wildlife bedeutet deshalb auch: beobachten, ausprobieren und Licht bewusst nutzen.

Zwischen Biber, Wildschwein und Überraschungsmomenten

Diese Reise hat noch eine andere Besonderheit:

Man weiß nie genau, was hinter der nächsten Ecke wartet.

Vielleicht zieht plötzlich ein Biber durch einen Kanal. Vielleicht tauchen Kraniche mit Nachwuchs am Rand eines Gewässers auf. Oder eine Rotte Wildschweine steht dort, wo wenige Minuten zuvor noch überhaupt nichts darauf hingedeutet hat.

Genau solche Momente machen Wildlife-Fotografie aus.

Nicht alles lässt sich planen.

Und manchmal entstehen die besten Begegnungen genau dann, wenn der eigentliche Plan gerade nicht funktioniert.

Urban Wildlife bedeutet mehr als Tiere fotografieren

Für uns ist diese Reise auch eine fotografische Entdeckungsreise.

Wie verändert sich ein Bild, wenn der Lebensraum sichtbar wird?

Wie fotografiert man ein Tier, das sich nicht in unberührter Wildnis, sondern mitten in einer vom Menschen geprägten Umgebung bewegt?

Muss eine Straße, eine Mauer oder ein Gebäude überhaupt aus dem Bild verschwinden?

Oder erzählt gerade dieses Element die eigentliche Geschichte?

Berlin bietet hervorragende Möglichkeiten, sich mit genau solchen Fragen auseinanderzusetzen.

Denn Urban Wildlife ist keine Naturfotografie zweiter Klasse.

Es ist eine eigene Form der Wildlife-Fotografie – mit anderen Motiven, anderen Situationen und oft überraschend intensiven Begegnungen.

Stadt und Natur in einer Reise

Fünf Tage lang wechseln wir zwischen zwei Welten.

Morgens kann der Tag mit Vogelstimmen über einem stillen Gewässer beginnen. Wenige Stunden später stehen wir vielleicht mitten in Berlin auf der Suche nach Füchsen oder Waschbären.

Genau diese Mischung macht die Tour aus.

Keine langen Märsche, kein Kilometerfressen, kein starres Programm.

Stattdessen reagieren wir auf Licht, Wetter und aktuelle Beobachtungen und nutzen die Möglichkeiten, die sich uns bieten.

Füchse und Waschbären. Kraniche und Beutelmeisen. Biber, Wildschweine und eine vielfältige Vogelwelt. Dazwischen Großstadt, stille Morgen und immer wieder Situationen, mit denen niemand gerechnet hat.

Berlin ist vielleicht nicht der erste Ort, an den man bei einer Wildlife-Fotoreise denkt.

Nach diesen fünf Tagen sieht man die Stadt mit anderen Augen.


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